Bibelübersetzung (sonstiges)

Kukuk, NRW, Donnerstag, 07.02.2019, 13:06 (vor 102 Tagen) @ Appzerus

Hallo Du Lieber zurück,
Du fragst: : wenn ihr an den einzelnen Übersetzungen (die zugegebenermaßen Spielraum in den persönlichen Ermessen finden dürften ) zweifelt ... ob nun Schlachter Eberfelder oder "Luther" welcher sich bereits vor Jahrhunderten mit der Katholischen Kirche überworfen hat ...wie sieht es dann aus, mit dem Glauben an die Konstitution, welche die einzelnen Schriftstücke zu dem Testament zusammen stellte, welche sich auch Jahrhunderte als unfehlbar, selbst darstellte ... welche um eigene Doktrinen durchzusetzen, aber tausende als Ketzer Hexen und abtrünnige dem Scheiterhaufen verordnet hat ... ?
haben sie nicht schon ihrer Zeit gewusst, was ihren eigenen Interessen dienlich ist,und was eventuell nicht ... ? ist dann eventuell das eine oder andere Schriftstück,(aus Eigennutz absichtlich) hinzugefügt oder weggelassen worden ... ?

( Das soll keineswegs heißen das ich "prinzipiell" an den Evangelien Christi zweifel)

aber eben nur mal so als geistige Anregung

Eugens Frage zielte überhaupt nicht in diese Richtung. Er fragte einfach: Welche Übersetzunng bevorzugt Ihr? ( knapp zusammengefasst)
Jeder hat eine Bibel,, die ihm beim lesen liegt oder eben nicht. Ich mag z.B. diealte Luther nicht so, liest sich nicht so flüssig für mich. Ich bevorzuge die alte, unrevidierte Elberfelder. Wenn ich tiefer forschen will nutze ich dazu die Studienbibelform mit Strongverzeichnis von https://www.bibelkommentare.de/bibel/elb_1905str/1-mose/1
In Buchform habe ich noch eine Herderbibel (1968) mit Jerusalemer Kommentar und Verweisstellenapparat. Eine sehr textgenaue Bibelübersetzung, die kaum bekannt ist.
Ich lese aber auch manchmal in der Guten Nachricht. Die ist zwar nicht so textgenau, manchmal hilft es mir jedoch eine bestimmte Bibelstelle anders zu betrachten. Längere Zeit nutze ich die Schlachter 2000, vor allem online.
Überhaupt, jeder der diese Zeilen lesen kann, hat Zugriff aufs Internet. Nie in der Geschichte der Menschheit war es so einfach auf zig Online Bibel aller Art zuzugreifen.
Was die Originalität der Bibeln angeht, gibt es dazu bestimmt 1000 ende, die sich damit teilweise ihr Leben lang befasst haben. Selbst manche Atheisten sind bessere Bibelkenner geworden als mancher Christ. Die Atheisten allerdings auf der Suche nach Fehlern, Widersprüchen, Fälschungen.
Die Juden haben sich als Hüter der Schriften des AT bewiesen. Wie korrekt sie die Texte über Jahrhunderte hinweg bewahrt haben wurde durch die Funde der Schriftrollen von Qumran bewiesen. Es ist echt verblüffend und zeigt Gottes Schutz und Wirken über seine Worte. Das NT ist mit zenhtausenden von Fragmenten bewiesen. Die katholische Kirche hat sicher versucht die Menschen vom selbst lesen der Bibel abzuhalten. Sie gab es nur in Latein, was es weniger gebildeten Menschen unmöglich machte sie selbst zu lesen. Dazu konnten die einfachen Leute eh nicht lesen.
Heute, in den Zeiten des Endes dieses Zeitalters ist die Bibel überall auf der Welt erhältlich. Fast alle Menschen können lesen. Das Internet macht es möglich mit wenigen Klicks mehrere Übersetzungen, den Originaltext, Strongverzeichnisse etc miteinander zu vergleichen.
Es gibt Bibelstellen, die rauf und runter diskutiert werden. Bis auf Punkt und Komma.
Bliebe noch die Frage ( worauf Du vielleicht abzielst, lieber Appzerus):
Was ist mit den außerkanonischen Texten, also den Apokryphen?
Auch sie sind leicht übers Internet lesbar. Mach Dir doch selbst ein Bild darüber, ob sie zur Bibel passen oder nicht. Meine Erfahrung mit den Texten hat mir gezeigt, das sie zu Recht nicht in der Bibel sind. Esoterisches, Gnostisches, Verdrehungen ganz im Sinne des Diabolos.
Gilt meiner Meinung nach auch für das äthiopische Hennochbuch und das Thomasevangelium. (Falls die bei dem einen oder anderen Leser im Hinterkopf sind).
LG
Kukuk


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