Die Bibel, Gotteswort oder Menschenwort? (Glaubensgrundsätze)

LaMargarita, Samstag, 29.12.2018, 16:51 (vor 142 Tagen)

Meine Freundin und ein Bekannter von mir sind leider den "Ein Kurs in Wundern" verfallen.
Ich wollte sie jetzt nocheinmal darauf hinweisen, welch Falschlehre das ist.
Ihre Antwort war folgendermaßen:


jetzt muss ich doch inhaltlich auf den einen Satz eingehen, wie er missverstanden werden kann. Der Kurs meint mit dem Satz:
"Meine Erlösung kommt von mir und nur von mir.“, dass ohne meine Zuwendung zu Jesus keine Erlösung kommen kann. Insofern kommt sie von mir. Von meiner Wahl der richtigen Seite, nämlich der Seite mit Gott und nicht der Ego-Seite. Ohne dass ich es zulasse, dass Jesus mich erlöst, gehts halt nicht.
Bezüglich Bibel, diese wurde von Menschen geschrieben, und von Menschen bestimmt, was veröffentlicht wurde, und was nicht. Dass dann wichtige Stellen, wie: "Mit enthülltem Angesicht spiegeln wir die Herrlichkeit des Herrn und werden so in sein Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit durch den Geist Gottes.", nie erwähnt werden, aber der Kurs in diesem Lichte sehr wohl verstanden werden kann, ist vielen unangenehm.
So wie es im Joh 17 auch gemeint ist mit dem Einssein, wie wunderschön, dass Gott uns das zusagt und Jesus das vom Vater erbittet für uns.

Unglaublich für mich, sie stellt doch glatt die Bibel als unvollständiges Menschenwort hin - den Kurs anscheonend als vollständiges Wort Gottes....mit neuen Erkenntnissen, und einem liebenden Gott, im Gegensatz zum strafenden Gott der Bibel (aus ihrer Sicht natürlich)

Leute....ich sags euch ganz ehrlich - schön langsam verzweifle ich echt: ich kann in meiner Umgebung zwischen diesem Kurs, einem falschen Propheten, Charismatik.....oder halt sonst Esosoterik, Katholiken und Ungläubigen wählen....ich bin hier echt ganz alleine als Bibelgläubige Christin

Ich habe ihr mit 2.Tim 4 geantwortet:

Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung!
Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen,
sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen,
weil sie empfindliche Ohren haben;
und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden.

Und wir sind EINDEUTIG in dieser Zeit...
SDG
Margit

Die Bibel, Gotteswort oder Menschenwort?

Schwalbe, Samstag, 29.12.2018, 19:03 (vor 142 Tagen) @ LaMargarita

Hallo Margit!

Jeder muss selber seine Erfahrungen sammeln und darf dann in seinen, wie das heute gerne genannte wird, erwählten „Wohlfühlstatus“ verfallen. Es kann auch von Vorteil sein, wenn man unterschiedliche Vertreter in ihrem Glaubensverständnis beobachtet, dann fällt es einem gerade am Anfang deutlich leichter, den eigenen Weg zu finden. Beste Voraussetzungen dafür, meiner Überzeugung nach, anfangs keiner Gruppierung angehören – dann lässt man sich auch nicht leicht beeinflussen.
Das verhängnisvollste Problem sehe ich darin, dass sich viele Christen von allen möglichen christlichen Autoritäten und Experten das Denken abnehmen lassen, sie sind vielleicht guten Willens, aber es ist ja auch viel bequemer – sie entscheiden sich dann für die, ihrer Vorstellung nach, angenehmsten Erklärungen und das war`s dann - Stillstand. Ein Bezug zur Gegenwart wird überhaupt nicht hergestellt, es sind für solche Christen schließlich irgendwelche Geschichten. Die Experten sehen sich als erhabene Geister und erfinden ihre eigenen Märchen, die sie der denkfaulen und trägen Menge vorlegen. Der Antrieb zu hinterfragen muss vom Einzelnen selber kommen – derjenige benötigt dann meist auch Start-Hilfe, was im Idealfall dazu führt, dass sich über die Zeit eine kleine Gemeinschaft Gleichgesinnter, die auch zueinander passen, findet und austauschen kann.

Wer genügend Abstand zu oberflächlichen Strömungen, die einem Gott und die Welt nach dem Bild der selbsternannten Spezialisten schönreden aufbaut, erliegt dem ganzen Irrsinn nicht. Aber der Weg ist mühsamer.

Gestern war ich mit 4. Mose 35 ff beschäftigt. Wie bei anderen Texten auch, die ich, als völlig fachfremd in der Theologie und Bibelkunde, einfach durchlese…es fällt mir immer wieder auf…das kann kein Zufall mehr sein…der große Hohepriester hat mich zuerst unsicher gemacht – wer steckt tatsächlich dahinter….dann bin ich der Sache doch noch auf den Grund gekommen.

Bis jetzt hatten alle von mir durchgelesenen Stellen (ok…sind noch nicht so viele) eine direkte und ganz offensichtliche Verbindung zum aktuellen Leben und Weltgeschehen…es gibt Gesetze, die sind ewig gültig … wer sehen will was passiert, wenn sie missachtet werden, muss es nur nachlesen, eigentlich ist es eine Dauerschleife, wird in unterschiedlichsten Variationen ständig wiederholt. Geschrieben haben die Bibel Menschen, die mit Sicherheit eine geistige Führung hatten. Es ist nicht wichtig, ob sich für den Leser anfangs scheinbare Widersprüche ergeben, die ganze Diskussion geht am Kern vorbei – das wirklich Wichtige steht meiner Überzeugung nach drin.

Lieber Gruß
Schwalbe

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